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Oberschambach und seine Kirche
Die Dorfschaft Oberschambach gehörte, seit der im 10. Jahrhundert erfolgten Gründung einer Pfarrei in Teuerting, zu dieser. Dies änderte sich erst, als am 12. August 1910 die Filiale Oberschambach aus der Pfarrei Teuerting ausgegliedert und der neu errichteten Expositur Einmuß (Pfarrei Saal) zugeteilt wurde. Die Kirche in Oberschambach wird in der Literatur als eine ursprünglich romanische Anlage aus dem 12./ 13. Jahrhundert beschrieben. Sie wurde im Jahre 1719 nach Westen hin erweitert.Statt des im Erdgeschoß des Turmes gelegenen Chores mit böhmischem Tonnengewölbewurde ein neuer Chor an der Westseite in Rokokoform erbaut und so die ganze Kirche umorientiert. Die 3 Rokokoaltäre stammten aus der Zeit um 1730 bis 1750. Die Hochaltaranlage bestand aus 4 Säulen mit Aufzug zwischen Giebelschenkeln. Die Seitenaltäre umfaßten 2 Säulen mit geschnitzten Aufsätzen. Die Seitenfiguren stellten den HI. Nikolaus und St. Wolfgang,dar. Der Kreuzweg wurde um 1730 errichtet. Er bestand aus geschnitztenRahmen, wobei die auf Holz gemalten Stationen von ornamentalen Verzierungen umgeben waren. Die Kirche, die heute den hl. Sebastian zum Patron hat, galt bis zum Jahre 1868/ 69 als Marienkirche. In der Kirche wurde nach dem Bericht des Pfarrers Kammerseder "seit uralten Zeiten das Sanctissimum aufbewahrt", die hl. Taufe gespendet, aber nur ausnahmsweise, hieß es dazu. In der Regel hatte der Pfarrer von Teuerting im dreiwöchigen Turnus in der Filialkirche den Sonntagsgottesdienst zu feiern. Der derzeit noch in der Kirche vorhandene Kreuzweg wurde im Jahr 1879errichtetDie Marienstatue wurde 1867 noch für den Hochaltar gestiftet. Wann und warum die Marienstatue vom Hochaltar weichen und dem HI. Sebastian Platz machen mußte ist unbekannt. Das alte Marienhochaltarbild kam in die Oberschambacher Kapelle. Bedauerlicherweise fehlen nahezu alle Rechnungen für die Kirche Oberschambach bis zum Jahre 1910, bis zur Umsprengelung der Filiale in die Expositur Einmuß. Im Jahre 1914 musste sich die Kirchenverwaltung mit dem Thema "Beseitigung der Südwestecke des Friedhofs" wegen eines eventuellen Ausbaus der dort vorbeiführenden Landstraße, der ehemaligen Salzstraße Landshut - Nürnberg, befassen. Der Ausbruch desErsten Weltkrieges verhinderte aber die Durchführung der Baumaßnahme. Sie wurde schließlich erst im Jahre 1935 durchgeführt. Im Jahre 1949 wurde die Kirche außen verputzt und die nördliche Friedhofmauer wegen Baufälligkeit auf einer Länge von 10 m abgetragen. Am 16.Januar 1958 beschloss die Kirchenverwaltung die Inneninstandsetzung der Kirche. Die Arbeiten wurden noch im Jahre 1958 ausgeführt. In einer am 23. Juni 1961 durchgeführten Bürgerversammlung befasste man sich mit dem Bau eines Leichenhauses, der Erweiterung des die Kirche umgebenden oder dem Neubau eines Friedhofs. Da man sich über ein neues Friedhofgrundstück nicht einigen konnte, verblieb es letztlich beim Bau eines Leichenhauses neben dem (alten) Friedhofgrundstück. Am 11. Juni 1962 beschloss man, das alte Feuerwehrhaus in ein Leichenhaus umzubauen. Nachdem die Kirchenverwaltung am 13. Februar 1964 beschlossen hatte, den Bau des Leichenhauses nach einem vom Kreisbauamt ausgearbeiteten Plan durchzuführen, stand der im Jahre 1964 ausgeführten Baumaßnahme nichts mehr im Wege. In der Sitzung vom 15. Mai 1966 beschloss man, die Kirche innen und außen instand setzen zu lassen. Bei dieser Gelegenheit sollten dann auch der Hochaltar, die beiden Seitenaltäre, sechs Plastiken und der Kreuzweg überholt werden. Am 20. Februar 1972 wurde die Installation eines elektrischen Geläutes, zusammen mit dem Ankauf einer zweiten Glocke, beschlossen. 1981 wurde die Kirche innen und 1982 außen renoviert. Nach Abschluss der Arbeiten ließ man 1984 den vermutlich aus der Erbauungszeit der Kirche stammenden Natursteinplattenbelag erneuern. Am 17. August 1986 beschloss die Kirchenverwaltung den Ankauf einer elektronischen Orgel. 1995 ließ man eine Fundamentsanierung - Tiefengründung – am Kirchturm vornehmen. Im Jahr 1997 wurde eine Kirchenuhr installiert. Sie ist seit November 1997 in Betrieb. In den Jahren 1997 und 1998 erfolgte eine umfangreiche Außenrenovierung der Kirche, die dabei einen neuen Anstrich und eine neue Dacheindeckung erhielt.
Die beiden Dorfkapellen Laut Schreiben der Kammer des Inneren vom 12. September 1850 an das Bischöfliche Ordinariat wurde die Erbauung einer Feldkapelle des Bauern Michael Bernpaintne rzu Oberschambach genehmigt. Im Jahr 1894 warsie im Besitz von Simon Handschuh. Derzeitiger Besitzer ist Lorenz Zachmayer. Das Marienbild, das sich in der Kapelle befindet war früher in der Dorfkirche. Wann die Kapelle zu Unterschambach erbaut wurde, ist nicht bekannt. Der in der Kapelle vorhandene Kreuzweg wurde im Jahr 1889 errichtet. |
















