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Maria Immaculata Einmuß

 

Die Anfänge der heutigen Expositurkirche in Einmuß reichen in die Zeit um 1300 zurück. Genauer verfolgen können wir das Geschehen in und um die Kirche ab dem Jahre 1620 aufgrund der beim Pfarrarchiv Saal liegenden Kirchenrechnungen. Im Eingangssatz heißt es immer: "Unser lieben Frauen Gottshaus zu Ainmuß, ain Filial der Pfarr Sall." Wie sich aus den Rechnungen ergibt, wurde die Kirche bei "des feinds Einfall" in den Jahren 1632, 1633 und 1634 ebenso in Mitleidenschaft gezogen wie die Kirchen an anderen Orten. Vor allem ging es der sengend und mordend durch das Land ziehenden Soldateska darum, die Kirchenkassen und die Opferstöcke zu plündern und auszurau-ben, wobei man auch vor Mord und Totschlag nicht zurückschreckte, um der Kirchenkasse, des Zechschreins", habhaft zu werden. Nicht selten mussten, wie auch in Einmuß, "das abgebrochene Khirchenthürschlos" repariert und neue Schlüssel dazu ange¬fertigt werden. Auch in der Kirche Einmuß war der "Gottsberathstock" (= Opferstock) demoliert worden. In der Rechnung des Jahres 1640 stellte man in einem Nachtrag fest, dass der Turm bis auf "das Glockhengestell"eingefallen sei und wieder auf gerichtet werden müsse. Aus Geldmangel kam man aber erst im Jahre 1644 dazu, mit der Wiederinstandsetzung und dem Aufbau des Turmes zu beginnen, der schließlich erst im Jahre 1650 abgeschlossen werden konnte. Im Jahre 1716 ließ man eine neue Kanzel anfertigen. 1719 begann man mit einer Generalüberholung der Kirche. Dabei wurde vor allem im Langhaus eine neue Stuckdecke aufgebracht. 1723 wurden 79 neue Manns- und Weiberstiell" angeschafft und "ein neuer Choraltar" (= Hochaltar) von guet¬ten Feichtenholz 14 Schuech hoch und 8 breit mit einem Tabernacul in einer Wintten sambt aichenen Laubwerch" für insgesamt 66 fl von Schreiner Andreas Dorn in Kelheim verfertigt und in die Kirche gestellt. (Der alte Hochaltar drohte nämlich einzustürzen). 1730 richtete man in der Kirche das ewige Licht ein.

Wegen des schadhaften Kirchendachs regnete es im Jahre 1731 so stark in die Kirche ein, dass in der Nähe des "Fronbogens" (= Übergang vom Langhaus zum Presbyterium) ein großes Stück aus der erst im Jahre 1719 aufgebrachten Weißdecke herunterfiel. Den Grund für dieses Einregnen sah man hauptsächlich in dem sehr schadhaften Dach des Kirchturms begründet. Aus diesem Grunde musste man das Dach des Turms erneuern lassen. 1752 fertigte der Schreiner Johann Sturmb von Obersaal aus Nußbaumholz für 34 fl einen neuen Seitenaltar an (Dieser war als Ersatz für einen zwei Jahre vorher bei einem Brand zerstörten Seitenaltar angeschafft worden).

Es würde zu weit führen, wollte man hier alle im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte angefallenen Reparaturen in und an der Kirche aufführen. Sehr zum Verdruss der Zechleute musste man all zu oft Ausbesserungsarbeiten vornehmen lassen.

Im Jahre 1842 wurde die Kirche in westliche Richtung verlängert. Im  Jahre 1845 eine neue Orgel in der Kirche aufstellen. 1882 wurde der Kirchturm, der bisher das Aussehen wie der von Oberschambach hatte, aufgestockt: er erhielt jetzt als Abdeckung eine Zwiebelhaube, eine Turmzwiebel.1919 erweiterte man den Friedhof nach Westen zur Dorfgasse hin. 1923 wurde die Kirche - erneut - nach Westen hin erweitert. In der Sitzung vom 14. Oktober 1949 beschloss die Kirchenverwaltung, die einsturzbe¬drohte, südliche Friedhofmauer instandsetzen zu lassen. Im Oktober 1952 begann man mit der Reparatur der Turmzwiebel. Am 24. November 1957 wurde beschlossen, die Kirche außen renovieren zu lassen.  Im Frühjahr 1965 musste man die Kirchturmzwiebel gänzlich überholen lassen. Anlässlich der in diesem Jahre auch durchgeführten Generalsanierung der Kirche wurden die alten Altäre entfernt und ein Volksaltar errichtet. Bei den Sanierungsarbeiten wurden im Presbyterium und auch im Langhausbereich Fresken freigelegt, die aus dem frühen 15. Jahrhundert stammen. Am 12. August 1973 folgte die Rest-Renovierung der Kirche. Nach dem Abbruch der Gebäude auf dem ehemaligen Ammerhof wurde die Südseite der Friedhofmauer repa¬riert. 1992 wurden im Kircheninnern Malerarbeiten ausgeführt. Dabei wurden auch das Deckengemälde und das Spruchband an Hand von alten Photos erneuert.
Im Zusammenhang mit der Flurbereinigung war im Jahre 1984 der Friedhof nach Osten erweitert und um die Erweiterungsfläche dann eine Mauer gezogen worden. In diesem Jahr (1984) ließ man auch das Leichenhaus instandsetzen. 1990 wurde die Kirche außen renoviert.
1993 ließ man zwei Reliefs der früheren Seitenaltäre - Tod des hl. Josef und Erstkommunion des hl. Aloisius von Gonzaga - restaurieren und eine Neufassung der Schutzengeldarstellung ausführen. 1994 wurde die Empore neu verkleidet, auf ihr ein neues Gestühl angebracht und ein neuer Fußboden gelegt.
1999 wurde das bisherige Leichenhaus niedergelegt und ein neues erbaut.